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Tourenwagen-Weltmeisterschaft
Die Tourenwagen-Weltmeisterschaft wurde 30. Juni 2004 durch den Automobilweltverband (FIA) in Paris geschaffen. Es wurde beschlossen, die Tourenwagen Europameisterschaft (ETCC) in eine WM „World Touring Car Championship“ (WTCC) umzuwandeln. Ab 2005 finden damit zum ersten Mal auch Veranstaltungen außerhalb Europas statt. Neu im Kalender sind Puebla (Mexiko), der Grand Prix Kurs bei Istanbul (Türkei) und der berühmte Stadtkurs von Macao (China). Die einzige Veranstaltung in Deutschland findet im Motopark Oschersleben bei Magdeburg statt.
Insgesamt fünf Autohersteller sind mit Werksteams vertreten: Alfa Romeo, BMW, Chevrolet, Ford und SEAT. Des Weiteren starten private Teams mit Autos der Marken Alfa Romeo, BMW, Ford, Honda und Peugeot.
Regelwerk
An einem Veranstaltungswochenende werden am Sonntag jeweils zwei Rennen mit einer Distanz von mindestens 50 Kilometer ausgetragen. Die Startaufstellung für den ersten Lauf wird zuvor am Samstag in einem Qualifying ermittelt. Innerhalb von 30 Minuten wird die jeweils beste Rundenzeit jedes einzelnen Fahrers gewertet.
Das Ergebnis vom ersten Rennen dient gleichzeitig als Startaufstellung für den zweiten Lauf. Wobei die ersten acht Fahrer in umgekehrter Reihenfolge starten. Zwischen den beiden Rennen steht eine halbe Stunde für Service- und Reparaturarbeiten zur Verfügung.
Es gibt eine Fahrer- und eine Markenmeisterschaft. Die Punkte werden in der Fahrermeisterschaft nach dem FIA Formel1 Schema vergeben: 10-8-6-5-4-3-2-1. In der Markenmeisterschaft werden die Punkte der zwei bestplatzierten Fahrer einer Marke gewertet. Zusätzlich gibt es noch für die privaten Teams die sogenannte „Independents Trophy“, die reichlich Preisgelder ausschüttet.
Um die Meisterschaft permanent spannend zu halten, gilt auch weiterhin die Handikap Gewichtsregelung, die gegenüber der Europameisterschaft (ETCC) noch erweitert wurde:
Der im Durchschnitt beste Fahrer beider Rennen eines Wochenendes muss beim nächsten Lauf 40 Kilogramm zuladen, der zweite 30 kg, der dritte 20 kg und der vierte 10 kg. Zusätzlich müssen die Führenden der Meisterschaft ihre Autos mit Gewicht belasten: Für jeweils zehn volle Punkte fünf Kilogramm. Das heißt 10-19 Punkte 5 kg, 20-29 Punkte 10 kg usw. Die Handikapgewichtssumme ist auf maximal 60 kg beschränkt. Die Zusatzgewichte werden nach jeder Veranstaltung neu berechnet.
Technik
Um die Kosten stabil zu halten gilt auch weiterhin das FIA Super 2000 Regelwerk. Die Rennwagen müssen dem Gruppe N Reglement entsprechen und mit einem Super 2000 Zusatz Kit ausgestattet sein. Das Serienfahrzeug muss mindestens 2500 mal in identischen Einheiten produziert worden sein. Es ist ein Mindestgewicht für frontangetriebene Fahrzeuge von 1140 kg vorgeschrieben, für Hecktriebler sind es mindestens 1170 kg. Fahrzeuge mit Allradantrieb sowie elektronische Fahrhilfen wie ABS und ESP sind nicht zu gelassen.
Ebenfalls vorgeschrieben ist ein zwei Liter Saugmotor mit Drehzahlbegrenzung:
Vierzylinder mit maximal 8500 Umdrehungen in der Minute, Fünfzylinder max. 8750 U/ min und Sechszylinder max. 9000 U/ min. Ein Motor muss mindestens vier Rennwochenenden in Folge halten und darf während dieser Zeit nicht getauscht werden. Tritt ein Schaden auf oder wird der Motor vorzeitig gewechselt, so muss das betroffene Fahrzeug am Ende des Feldes starten und wird beim darauf folgenden Rennen in der Startaufstellung um zehn Plätze nach hinten versetzt.
Sequenzielle Getriebe anstelle der üblichen H Schaltung sind erlaubt, allerdings werden die betroffenen Fahrzeuge mit einem Strafgewicht von 30 kg belastet. Die Einheitsreifen vom Hersteller Michelin sind für Training, Qualifying und Rennen streng limitiert.
Technische Daten
Chevrolet Lacetti/Nubira (Chevrolet Werksangaben 2005):
Motor: Vierzylinder Saugmotor, Hubraum: 2000 ccm, Leistung: 270 PS bei 8400 U/ min, Drehmoment: 267 Nm bei 588 U/ min, Höchstgeschwindigkeit: 254 km/h (geschätzt), Struktur: Selbsttragende Stahlkarosserie mit EFA Überrollkäfig, Karosserie: Stahl/ Verbundwerkstoffe mit Aerodynamikbausatz, Aufhängung vorn: McPherson Federbeine, Aufhängung hinten: Doppelte Lenker, Räder und Reifen: 9“ x 17“ Aluminium Rennfelgen mit Milchelin Motorsportreifen
BMW 320si (BMW Werksangaben 2006):
Länge: 4535 mm, Breite: 1845 mm, Höhe: 1350 mm, Radstand: 2763 mm, Fahrzeuggewicht: 1.140 kg (mit Fahrer), Motor: Vierzylinder-Reihenmotor, Hubraum: 1998 ccm, max. Leistung: ca. 275 PS bei ca. 8 400 U/min, Zylinderblock: Aluminium Zylinderblock mit Bedplate, Motorsteuerung: BMW Motorsport ECU404, Tankinhalt: ca. 45 Liter, Kraftstoff: Einheitskraftstoff, Super Plus bleifrei, Chassis/Karosserie: selbsttragende Stahlblechkarosserie, Aerodynamikpaket: Frontschürze, Heckschürze, vordere Kotflügel und hintere Kotflügelverbreiterungen aus CFK, Heckflügel aus Aluminium, Vorderachse: Zweigelenk-Federbeinachse mit Verstellstabilisator, Hinterachse: Fünflenkerachse mit Verstellstabilisator, Dämpfer: Sachs mit einstellbarer Zug- und Druckstufe, Bremse Vorderachse: 332mm Stahlscheibe mit 4-Kolbenfestsattel AP, Bremse Hinterachse: 280mm Stahlscheibe mit 2-Kolbenfestsattel AP, Räder: Aluminiumfelgen SA 216 BBS, Sitz: Recaro ProRacer HANS
Die neue BMW 320si Rennversion wurde auf der internationalen Automobilausstellung (IAA) am 12.09.2005 in Frankfurt am Main der Öffentlichkeit vorgestellt und wird 2006 in der Tourenwagen Weltmeisterschaft eingesetzt.
Siehe auch
- Rallye-Weltmeisterschaft
- Formel-1 Weltmeisterschaft
Weblinks
- [http://www.fiawtcc.com WTCC Homepage (englisch)]
- [http://www.motopark.de Motopark Oschersleben]
- [http://www.alfaromeo.de/cgi-bin/pbrand.dll/ALFAROMEO_GERMANY/sport/sport.jsp?BV_SessionID=@@@@0255025604.1124539913@@@@&BV_EngineID=ccceaddfejmgjijcefecejgdfiidgnk.0&categoryOID=-1073756267 Alfa Romeo Divisione Sportiva]
- [http://bmw-motorsport.com/ms/de/index.html BMW Motorsport]
- [http://www.chevroleteurope.com/wtcc/index.html Chevrolet WTCC]
- [http://www.seat.de/su/de/Motorsport/site/main.html SEAT Motorsport]
- [http://www.racingonline.de Aktuelle News & Infos zur WTCC in deutscher Spreche]
Kategorie:Motorsport
30. JuniDer 30. Juni ist der 181. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 182. in Schaltjahren) - somit bleiben noch 184 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 1810 - Frankreich übergibt das besetzte Fürstentum Bayreuth zum Preis von 15 Millionen Franc an das Königreich Bayern.
- 1908 - In Sibirien geschieht das Tunguska-Ereignis.
- 1930 - Irak erhält die innere Unabhängigkeit von Großbritannien.
- 1934 - Die "Nacht der langen Messer" beginnt.
- 1940 - Mit der Besetzung von Guernsey können deutsche Truppen im 2. Weltkrieg den einzigen Teil Großbritanniens einnehmen.
- 1953 - Gründung des deutschen UNICEF-Komitees mit Sitz in Köln.
- 1961 - Deutschland. Das Bundessozialhilfegesetz wird verabschiedet.
- 1962 - El Salvador. Militärputsch. Staatspräsident Rodolfo Cordón Cera wird gestürzt.
- 1981 – Mit der Urteilsverkündung geht vor dem Düsseldorfer Landgericht der Majdanek-Prozess zu Ende.
- 1984 - Kanada. Premierminister Pierre Elliott Trudeau tritt zurück.
- 1989 - Omar Hassan Ahmad al-Bashir wird nach einem unblutigen Militärputsch Präsident der Republik Sudan.
- 1996 - Parlamentswahlen in der Mongolei
- 1997 - Volksrepublik China. Um Mitternacht übergibt Prinz Charles die Kronkolonie Hongkong an den chinesischen Staats- und Parteichef Jiang Zemin.
- 1998 - Erstmals Kommunalwahlen in Mosambik
- 2000 - Japanische Archäologen entdecken nahe Gizeh, Ägypten, drei Pharaonengräber.
- 2005 - Die seit 1849 bestehende österreichische Bundesgendarmerie ist Geschichte. Ab 1. Juli gibt es nur mehr die Polizei.
Wirtschaft
- 1937 - Die Bank von Frankreich verlässt den Goldstandard.
- 1995 - Ägypten wird Mitglied der Welthandelsorganisation (WTO).
Wissenschaft und Technik
- 1905 - Albert Einsteins Arbeit Zur Elektrodynamik bewegter Körper geht bei der Redaktion der Annalen der Physik ein. Sie begründet die Spezielle Relativitätstheorie.
- 1971 - An Bord einer Sojus-Kapsel öffnet sich ein Druckventil. Alle drei Kosmonauten kommen ums Leben.
Kultur
- 1936 - Margaret Mitchells Roman "Vom Winde verweht" erscheint.
Religion
- 1652 Überführung der Reliquien des Sankt Donatus von Euskirchen nach Münstereifel. Durch die Wunderheilung eines Jesuitenpaters zugleich auch Namenstag des Heiligen.
Katastrophen
- 1951 - In den Rocky Mountains fordert der Absturz einer DC-6 nahe Fort Collins, Colorado, 50 Menschenleben.
- 1956 - Grand Canyon, Arizona. Eine Super Constellation der TWA kollidiert mit einer DC-7 in nicht überwachtem Luftraum. Alle 128 Insassen an Bord beider Flugzeuge starben.
- 2000 - Beim Untergang der indonesischen Fähre Cahaya Bahara vor Sulawesi sterben über 500 Menschen.
Sport
- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1975 - Muhammad Ali verteidigt seinen Box-Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Joe Bugner im Merdeka Stadium von Kuala Lumpur durch einen Sieg nach Punkten.
- 1996 - Im Endspiel der Europameisterschaft gewinnt Deutschland gegen Tschechien durch ein Golden Goal von Oliver Bierhoff.
- 2002 - Brasilien wird mit einem 2:0-Sieg über Deutschland zum fünften Mal Fußball-Weltmeister.
Geboren
- 1470 - Karl VIII., König von Frankreich
- 1503 - Johann Friedrich I., Kurfürst von Sachsen
- 1641 - Meinhard von Schomberg, deutsch-französisch-britischer General und Heerführer
- 1647 - Johann Georg III., Fürst aus dem Hause Wettin (albertinische Linie)
- 1685 - Dominikus Zimmermann, deutscher Stukkateur, Baumeister und Bürgermeisters
- 1685 - John Gay, britischer Dramatiker
- 1722 - Georg Anton Benda, deutscher Komponist
- 1723 - Christian Ernst Graf, deutscher Komponist
- 1755 - Paul-François-Jean-Nicolas de Barras, französischer Politiker
- 1771 - Manuel Fernandes Tomás, portugiesischer Jurist und Staatsmann
- 1779 - Adam Heinrich Müller, deutscher Philosoph und Staatstheoretiker
- 1789 - Horace Vernet, französischer Militärmaler und Lithograph
- 1801 - Frédéric Bastiat, französischer Ökonom und Journalist
- 1804 - Leopold von Orlich, deutscher Offizier und Schriftsteller
- 1807 - Friedrich Theodor Vischer, protestantischer Theologe und deutscher Schriftsteller und Politiker
- 1819 - William Almon Wheeler, 19. US-Vizepräsident
- 1823 - Selmar Bagge, deutscher Komponist
- 1833 - Manuel Amador Guerrero, erster Staatspräsident von Panama
- 1853 - Adolf Furtwängler, deutscher Archäologe
- 1857 - Friedrich von Ingenohl, deutscher Admiral
- 1874 - Paul Pierné, französischer Komponist
- 1880 - Rosa Bloch-Bollag, schillernde Figur der Schweizer Arbeiterbewegung
- 1882 - Hans Mierendorff, deutscher Schauspieler
- 1882 - Sven Rudolphsson Lidman, schwedischer Schriftsteller
- 1884 - Franz Halder, deutscher General (Chef des Generalstabs des Heeres)
- 1884 - Georges Duhamel, französischer Schriftsteller
- 1885 - Viktor Schauberger, österreichischer Förster, Forscher und Erfinder
- 1888 - Rudolf Amelunxen, deutscher Politiker
- 1893 - Horst Wolfram Geißler, deutscher Schriftsteller
- 1893 - Walter Ulbricht, Staatsratsvorsitzender der DDR
- 1899 - František Tomášek, Erzbischof von Prag
- 1901 - Niklot Beste, deutscher Bischof
- 1904 - Oskar Paulini, deutscher Schriftsteller
- 1906 - Anthony Mann, US-amerikanischer Filmregisseur
- 1909 - Juan Bosch, Politiker, Staatschef und Schriftsteller der Dominikanischen Republik
- 1909 - Paul Conxtantinescu, rumänischer Komponist
- 1911 - Czesław Miłosz, polnischer Dichter, Nobelpreis für Literatur 1980
- 1912 - Ludwig Bölkow, deutscher Ingenieur und Unternehmer
- 1913 - Herta Heuwer, Erfinderin der Currywurst mit der pikanten Chillup-Sauce
- 1917 - Buddy Rich, US-amerikanischer Musiker
- 1917 - Lena Horne, US-amerikanische Sängerin
- 1918 - Susan Hayward, US-amerikanische Filmschauspielerin
- 1926 - Paul Berg, US-amerikanischer Biochemiker
- 1926 - Peter Alexander, österreichischer Sänger und Schauspieler
- 1930 - June Valli, US-amerikanische Sängerin
- 1933 - Lea Massari, italienische Filmschauspielerin
- 1936 - Dave Van Ronk, US-amerikanischer Musiker
- 1937 - Andrew Hill, US-amerikanischer Jazz-Pianist
- 1941 - Heinz Werner Ahrens, ist Vorsitzender des Bundesverbands der AOK
- 1941 - Larry Hall, US-amerikanischer Sänger
- 1941 - Larry Henley, US-amerikanischer Sänger
- 1941 - Otto Sander, deutscher Schauspieler
- 1942 - Friedrich von Thun, österreichischer Schauspieler
- 1942 - Robert Ballard, US-amerikanischer Schriftsteller und Tiefsee-Wissenschaftler
- 1943 - Eddie Rambeau, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1943 - Florence Ballard, US-amerikanische Sängerin (The Supremes)
- 1944 - Gene Cotton, US-amerikanische Sängerin
- 1944 - Glenn Shorrock, britischer Sänger
- 1945 - Deborah Harry, US-amerikanische Sängerin und Schauspielerin
- 1945 - Sean Scully, irischer Maler und Grafiker
- 1946 - Billy Brown, US-amerikanischer Sänger
- 1947 - Theo Klouwer, niederländischer Musiker
- 1949 - Alexander Scott, britischer Musiker
- 1951 - André Hazes, niederländischer Sänger
- 1951 - Stanley Clarke, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1952 - Stefan Zauner, deutscher Musiker
- 1956 - Volker Beck (Leichtathlet), deutscher Leichtathlet
- 1959 - Daniel Goldhagen, US-amerikanischer Soziologe und Politologe
- 1962 - Martin Dörmann, deutscher Politiker und MdB
- 1963 - Yngwie Malmsteen, schwedischer Gitarrist
- 1963 - Olga Bryzgina, ukrainische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 1963 - Heinz Schemenau,deutscher Fleischer und Techniker
- 1966 - Mike Tyson, US-amerikanischer Boxer
- 1967 - Silke Renk, deutsche Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 1968 - Phil Anselmo, US-amerikanischer Musiker
- 1975 - Ralf Schumacher, deutscher Formel 1-Rennfahrer
- 1983 - Ernst Bettermann, deutscher Politiker
- 1984 - Fantasia Barrino, US-amerikanische Nachwuchssängerin
- 1985 - Michael Phelps, US-amerikanischer Schwimmer
- 1986 - Allegra Versace, Nichte von Gianni Versace und Versace-Erbin
Gestorben
- 718 - Erentrudis von Salzburg, Benediktinerin, Heilige
- 1109 - Alfons VI. (Kastilien), König von Kastilien und León
- 1139 - Otto von Bamberg, heiliggesprochener Bischof von Bamberg
- 1466 - Peter von Aragón, portugiesischer Politiker und Militär
- 1520 - Moctezuma II., Herrscher des Azteken-Reiches(ermordet)
- 1522 - Johannes von Reuchlin, deutscher Philosoph und Humanist
- 1607 - Cesare Baronius, Kardinal und Kirchenhistoriker
- 1649 - Simon Vouet, französischer Maler des Barock
- 1670 - Henrietta Anne Stuart, französische Herzogin
- 1780 - Karl Paul Ernst von Bentheim-Steinfurt, deutscher Adliger
- 1798 - Aurelio Bertola de Giorgi, italienischer Dichter
- 1817 - Abraham Gottlob Werner, deutscher Mineraloge
- 1820 - Sigismund Anton Graf von Hohenwart, Fürsterzbischof der Erzdiözese Wien
- 1831 - Gawriil Andrejewitsch Sarytschew, russischer Marineoffizier und Hydrograph
- 1839 - Johan Olof Wallin, schwedischer Schriftsteller und Theologe
- 1851 - Jan Theobald Held, tschechischer Arzt und Komponist
- 1853 - Branko Radičević, serbischer Dichter
- 1861 - Burke Robert O'Hara, Polizist und Führer der ersten Süd-Nord-Durchquerung Australiens
- 1881 - Gustav von Alvensleben, preußischer General der Infanterie
- 1898 - Siegfried Marcus, deutsch-jüdischer Techniker und Erfinder
- 1912 - Mutsuhito, 122. Kaiser von Japan
- 1919 - John William Strutt, englischer Physiker und Nobelpreisträger
- 1920 - Lena Christ, bayerische Heimatschriftstellerin
- 1924 - Anton Ohorn, deutscher Dichter und Schriftsteller
- 1934 - Edgar Julius Jung, deutscher Politiker
- 1934 - Ernst Röhm, deutscher Politiker und SA-Chef (ermordet)
- 1934 - Ferdinand von Bredow, Leiter der Abwehrabteilung im Reichswehrministerium (ermordet)
- 1934 - Gregor Strasser, deutscher nationalsozialistischer Politiker (ermordet)
- 1934 - Gustav Ritter von Kahr, Bayerischer Ministerpräsident (ermordet)
- 1934 - Hans Peter von Heydebreck, deutscher Freikorps- und SA-Führer(ermordet)
- 1934 - Kurt von Schleicher, Generalleutnant und Reichskanzler der Weimarer Republik(ermordet)
- 1942 - German Bestelmeyer, deutscher Architekt
- 1948 - Achille Varzi, italienischer Rennfahrer
- 1948 - Morris Fuller Benton, Ingenieur und Schriftentwerfer
- 1953 - Elsa Beskow, schwedische Kinderbuchautorin, Malerin und Illustratorin
- 1953 - Wsewolod Illarionowitsch Pudowkin, Filmemacher und Filmtheoretiker der Sowjetunion
- 1958 - Walther Schreiber, deutscher Politiker, Regierender Bürgermeister von Berlin
- 1959 - Gyula Grosz, deutsch-jüdischer Arzt
- 1962 - Caspar Neher, deutsch-österreichischer Bühnenbildner
- 1963 - Alexander Rüstow, deutscher Philosoph, Sozialwissenschaftler und Volkswirt
- 1963 - Hans Tschiggfrey, österreichischer Politiker, Landeshauptmann von Tirol
- 1965 - William Dudley Pelley, US-amerikanischer Antisemit
- 1966 - Giuseppe Farina, italienischer Automobil-Rennfahrer, 1. Formel 1-Weltmeister
- 1966 - Margery Allingham, englische Krimi-Schriftstellerin
- 1971 - Abner Biberman, US-amerikanischer Filmregisseur und Schauspieler
- 1971 - Wiktor Iwanowitsch Pazajew, sowjetischer Kosmonaut
- 1973 - Nancy Mitford, englische Schriftstellerin und Biographin
- 1974 - Vannevar Bush, US-amerikanischer Wissenschaftler, Informatiker
- 1977 - Paul Hartmann, deutscher Schauspieler
- 1978 - Michael Kraus, deutscher Grafiker und Künstler aus Olpe/Biggesee ( - 1945)
- 1980 - Walter Zimmermann, deutscher Biologe, Botaniker und Universitätsprofessor
- 1983 - Ernst Bettermann, deutscher Politiker
- 1984 - Lillian Hellman, US-amerikanische Schriftstellerin
- 1988 - Johanna Hofer, deutsche Schauspielerin
- 1992 - Joachim Herrmann, Redakteur, Mitglied des ZK der SED
- 1993 - Georg F. McFarland, US-amerikanischer Schauspieler
- 1998 - Fritz Buchloh, deutscher Fußballspieler
- 2001 - Chet Atkins, US-amerikanischer Country-Sänger
- 2001 - Joe Henderson, US-amerikanischer Jazz-Musiker
Feier- und Gedenktage
- In der katholischen Kirche Gedenktag für den heiligen Otto, Bischof von Bamberg
- Nationalfeiertag der Demokratischen Republik Kongo
Siehe auch
- 29. Juni - 1. Juli
- 30. Mai - 30. Juli
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
0630
ja:6月30日
ko:6월 30일
simple:June 30
th:30 มิถุนายน
2004
Jahreswidmungen
- 2004 ist „Internationales Jahr zum Gedenken an den Kampf gegen die Sklaverei und an ihre Abschaffung“ (UNESCO)
- 2004 ist „Internationales Jahr des Reis“ (UNO)
- 2004 ist „Internationales Jahr der Technik“
- 2004 ist „Internationales Jahr der Erziehung durch Sport“
- Ewe ist Afrikanischer Stamm des Jahres (Ghana, Togo, Benin) (Internationale Stämme Mission)
- Jahreslosung: „Jesus Christus spricht: Himmel und Erde werden vergehen; meine Worte aber werden nicht vergehen.“ (Markus 13:31)
- Das Alpenglöckchen (Soldanella alpina) ist Blume des Jahres (Stiftung Naturschutz Hamburg/Deutschland)
- Der Zaunkönig (Troglodytes troglodytes) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)
- Der Echte Hausschwamm (Serpula lacrymans) ist Pilz des Jahres (Deutsche Gesellschaft für Mykologie)
- Die Weißtanne (Abies alba) ist Baum des Jahres (Kuratoriums Baum des Jahres/Deutschland)
- Die Grüne Hohlzunge (Coeloglossum viride) ist Orchidee des Jahres (Arbeitskreis Heimische Orchideen/Deutschland)
- Der Siebenschläfer (Myoxus glis) ist Tier des Jahres (Schutzgemeinschaft Deutsches Wild)
- Der Storchschnabel (Geranium) ist Staude des Jahres (Bund deutscher Staudengärtner)
Natur
- 19. April: Partielle Sonnenfinsternis (südliches Afrika)
- 4. Mai: Totale Mondfinsternis
- 8. Juni: Der erste Venustransit (Sonnendurchgang) seit 1882 ist in Mitteleuropa von 7:20 Uhr bis 13:23 MESZ zu beobachten
- 5. Oktober: In Deutschland wird mit 27,25 °C der wärmste 5. Oktober seit 125 Jahren gemessen
- 11. Oktober: Am frühen Morgenhimmel ist die Venus dem Mond besonders nahe und gut zu beobachten
- 14. Oktober: Partielle Sonnenfinsternis (Nordost-Asien, Nord-Pazifik)
- 28. Oktober: Totale Mondfinsternis
- 5. Dezember: Ein Erdbeben mit Epizentrum in der Gemarkung Waldkirch erschüttert den gesamten südwestdeutschen Raum. Trotz einer Stärke von 5,4 auf der Richterskala kam es nur zu kleineren Sachschäden
- 26. Dezember: Seebeben im Indischen Ozean und Tsunami-Flutwelle. Verheerende Schäden in den Küstenregionen im Golf von Bengalen, Südasien und Südostasien. Siehe Erdbeben im Indischen Ozean 2004
Politik
Januar
- 1. Januar: Joseph Deiss wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Irland übernimmt von Italien die Präsidentschaft im europäischen Rat
- 1. Januar: Die Mehrwertsteuer wird in Kap Verde eingeführt
- 1. Januar: Der niederländische Außenminister Jaap de Hoop Scheffer wird NATO-Generalsekretär
- 13. Januar: Helmut Kohl erhält den Internationalen Adalbertpreis
- 14. Januar: Óscar Berger Perdomo wird Staatspräsident von Guatemala
- 15. Januar bis 21. Januar: Weltsozialforum im Mumbai, (Indien)
- 16. Januar: Die Außenminister Joschka Fischer (Deutschland), Dominique de Villepin (Frankreich) und Włodzimierz Cimoszewicz (Polen) treffen sich im Rahmen des Weimarer Dreiecks
- 19. Januar: Erste Vorwahl der demokratischen Partei in Iowa, (USA)
- 20. Januar: Mazedonien beschließt per Gesetz die Gründung einer staatlichen Universität in Tetovo
- 21. Januar: Das auswärtige Amt finanziert zwei Justizaufbauprojekte des Max-Planck-Instituts für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht (Heidelberg) in Afghanistan
- 24. Januar: Entlassung des Vorsitzenden der Bundesagentur für Arbeit Florian Gerster nach Misstrauensvotum
- 25. Januar: Georgien: Michail Saakaschwili wird Staatspräsident
Februar
- 2. Februar: Brunei: Karl XVI. Gustaf von Schweden löst durch sein Lob des Sultans eine außenpolitische Krise seiner Heimat aus
- 5. Februar: Lettland: Ministerpräsident Einars Repse tritt zurück
- 6. Februar: Bundeskanzler Gerhard Schröder erklärt seinen Rücktritt vom Parteivorsitz der SPD zu Gunsten von Franz Müntefering
- 8. Februar: Volksabstimmungen in der Schweiz, unter anderem wird die zweite Tunnelröhre durch den Gotthard in der Innerschweiz deutlich abgelehnt
- 13. Februar: Präsident Blaise Compaoré von Burkina Faso trifft auf Einladung von Bundespräsident Johannes Rau in Deutschland ein
- 19. Februar: Bundesminister Joschka Fischer nimmt in Brüssel, Belgien an einem EU-Seminar gegen Antisemitismus teil
- 20. Februar: Parlamentswahlen im Iran, viele liberale Kandidataten wurden ausgeschlossen, die Wahlbeteiligung sank auf etwa 50 Prozent
- 26. Februar: Staatspräsident Boris Trajkovski von Mazedonien stirbt bei einem Flugzeugabsturz
- 29. Februar: Bürgerschaftswahlen in Hamburg, die CDU erhält die absolute Mehrheit, Ole von Beust bleibt 1. Bürgermeister
März
- 1. März: Internationale Friedenstruppen treffen in Haiti ein
- 2. März: Eröffnung der neuen Botschaft der Niederlande in Berlin durch Königin Beatrix
- 7. März: Landtagswahlen in Kärnten und Salzburg, Gemeinderatswahlen Tirol
- 9. März: Lettland: Indulis Emsis wird neuer Ministerpräsident
- 10. März: Griechenland: Kostas Karamanlis wird Ministerpräsident
- 14. März: Wladimir Putin wird als Präsident Russlands in seinem Amt bestätigt
- 14. März: Michail Jefimowitsch Fradkow wird Vorsitzender der Regierung in Russland
- 14. März: Parlamentswahlen in Spanien
- 18. März: In Ottawa findet der EU-Kanada-Gipfel statt
- 22. März: Mazedonien stellt Antrag auf Mitgliedschaft in der NATO und der EU
- 23. März: Bundeskanzler Gerhard Schröder besucht Warschau, Polen
- 27. März: Kommunalwahlen in Nigeria
- 28. März: Präsidentschaftswahlen in Guinea-Bissau
- 29. März: Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Rumänien, Slowakei und Slowenien werden Mitglied der NATO
- 30. März: Kerstin Müller, Staatsministerin im Auswärtigen Amt, trifft die afghanische Frauenministerin Habiba Sorabi zu einem Gespräch im Auswärtigen Amt
- 30. März: Bundesaußenminister Joschka Fischer trifft mit dem afghanischen Präsidenten Hamid Karzai zu einem Gedankenaustausch zusammen
April
- 2. April: Bulgarien wird Mitglied der NATO
- 2. April: Lettland wird in die NATO aufgenommen
- 3. April: Etwa 500.000 Menschen demonstrieren in Berlin, Köln und Stuttgart gegen den Reformkurs der deutschen Bundesregierung
- 3. April und 17. April: Präsidentenwahl in der Slowakei
- 5. April: Das Auswärtige Amt unterstützt das Minensuchhunde-Zentrum (MDC) in Afghanistan mit 1,9 Million Euro
- 14. April: Parlamentswahlen in Südafrika
- 15. April: Niederlande: Offizieller Besuch von Bundeskanzler Gerhard Schröder in Rotterdam und Den Haag
- 17. April: Ivan Gašparovič wird neuer Staatspräsident der Slowakei
- 17. April: José Luis Zapatero wird Ministerpräsident in Spanien
- 19. April: Bundesaußenminister Joschka Fischer reist nach Afghanistan
- 22. April: Gründung eines Goethe-Instituts in Ljubljana, Slowenien
- 25. April: Parlaments- und Kommunalwahlen in Äquatorialguinea
- 25. April: Heinz Fischer wird bei der Wahl zum Bundespräsidenten in Österreich gewählt
- 26. April: Giftgas-Attentat in Jordanien vereitelt, es hätten 80.000 Menschen sterben können
- 27. April: Thabo Mbeki wird als Präsident von Südafrika vereidigt
- 28. April: Branko Crvenkovski wird Staatspräsident in Mazedonien
- 29. April: Regierungsumbildung in Mali
- 30. April: Der Skandal um Misshandlungen irakischer Häftlinge im Bagdader US-Militärgefängnis Abu Ghraib wird publik
Mai
- 1. Mai: Die europäische Union wird um zehn Mitglieder erweitert: Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik, Ungarn und Zypern (siehe EU-Osterweiterung)
- 1. Mai: In Polen gilt für Investitionen ab sofort das EU-Recht
- 2. Mai: Parlamentswahlen in Panama
- 7. Mai: Surya Bahadur Thapa tritt als Premierminister von Nepal zurück
- 7. Mai: Verfassungsänderungen in der Türkei zur EU-Anpassung
- 16. Mai: Volksabstimmung in der Schweiz
- 22. Mai: Manmohan Singh wird Premierminister in Indien
- 23. Mai: Horst Köhler wird von der Bundesversammlung im ersten Wahlgang zum Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland gewählt. Ergebnis: Horst Köhler 604 Stimmen, Gesine Schwan 589 Stimmen
- 25. Mai: Der 49. Eurovision Songcontest findet in Istanbul, Türkei statt
- 27. Mai: USA und Bahrain unterzeichen ein Freihandelsabkommen
- 29. Mai: Estland wird Vollmitglied in der NATO
Juni
- 1. Juni: Im Irak nominiert der Übergangsrat den künftigen Staatspräsidenten Ghazi al Jawar. Der designierte Ministerpräsident Ijad Allawi stellt die 26 Mitglieder seines Kabinetts vor, dem die USA am 30. Juni die Macht übergeben werden
- 1. Juni: Lic. Elías Antonio Saca González wird Staatspräsident von El Salvador
- 4. Juni bis 13. Juni: Europride in Hamburg
- 6. Juni: 60. Jahrestag der Landung der Alliierten in der Normandie. Erstmals nimmt mit Gerhard Schröder ein deutscher Bundeskanzler an den Gedenkfeiern in der Normandie teil (siehe D-Day)
- 7. Juni: In Marokko tritt ein neues Arbeitsgesetz in Kraft
- 8. Juni bis 10. Juni: G8-Gipfeltreffen in Sea Island (Georgia), USA
- 9. Juni: Das Bundesverfassungsgericht lehnt eine Verfassungsklage gegen das Ladenschlussgesetz ab
- 13. Juni: Wahlen zum Europaparlament
- 13. Juni: Landtagswahl in Thüringen
- 13. Juni: Kommunalwahlen in Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen und Sachsen-Anhalt
- 21. Juni: Fünfter Ostseegipfel in Estland
- 22. Juni: In Nauru wird Präsident René Harris bei einem Misstrauensvotum abgesetzt und durch Ludwig Scotty ersetzt
- 24. Juni: Deutschland. Bundesaußenminister Joschka Fischer trifft den Premierminister von Armenien, Andranik Markarjan
- 27. Juni: Kommunalwahl in Thüringen, die SPD verliert, die PDS gewinnt Stimmen hinzu
- 28. Juni: Im Irak erfolgt die Machtübergabe von der Koalitions-Übergangsverwaltung an die Irakische Übergangsregierung
Juli
- 1. Juli: Amtsantritt des neuen deutschen Bundespräsidenten Horst Köhler
- 1. Juli: Gegen den irakischen Ex-Diktator Saddam Hussein wird Anklage erhoben
- 8. Juli: Angelobung des österreichischen Bundespräsidenten Heinz Fischer
- 9. Juli: Pawel Chlebnikow wird in Moskau von Unbekannten erschossen
- 15. Juli: Antrittsbesuch des neuen deutschen Bundespräsidenten Horst Köhler in Polen, anschließend Besuch in Frankreich
August
- 1. August: 60. Jahrestag des Beginns des Warschauer Aufstands: Bundeskanzler Gerhard Schröder nimmt als erster deutscher Bundeskanzler als Ehrengast an den Feierlichkeiten teil
- 2. August: In Deutschland tritt die Sondersteuer auf Alkopops in Kraft, die handelsübliche 275-Milliliter-Flaschen um 85 Cent verteuert (zuzüglich Mehrwertsteuer) und die Getränke für Jugendliche unattraktiver machen soll
- 9. August: In Deutschland, vor allem in Ostdeutschland, demonstrieren etwa 50.000 Menschen gegen die Hartz IV-Gesetze
- 16. August: In Deutschland, vor allem in Ostdeutschland, demonstrieren etwa 85.000 Menschen gegen die Hartz IV-Gesetze
- 16. August: Präsident Hugo Chávez in Venezuela gewinnt das Referendum über seine Amtsenthebung. etwa 58 % der Wähler stimmen für ihn (Wahlbeteiligung etwa 95 %)
- 19. August: Erneut demonstrieren in Erfurt und Brandenburg knapp 10.000 Menschen gegen die Hartz IV-Gesetze
- 22. August: Norwegen: Der Schrei, ein Bild des norwegischen Malers Edvard Munch, wird von maskierten Tätern aus dem Osloer Munch-Museum entwendet
- 23. August: Auf den Montagsdemonstrationen demonstrieren mindestens 70.000 Menschen gegen die Hartz IV-Gesetze
- 29. August: Etwa 300.000 Menschen demonstrieren in New York City gegen die Politik von Präsident George W. Bush
- 29. August: Scharif al-Misri wird als führendes Mitglied der Terrorgruppe Al-Qaida in Qetta (Pakistan) zusammen mit einem mutmaßlichen Komplizen verhaftet
- 30. August: Auf den Montagsdemonstrationen demonstrieren erneut mindestens 70.000 Menschen gegen die Hartz IV-Gesetze
- 31.Eröfnung der RIMS Reihn-Main-International-Montessori-Schule
September
- [[5. September]]: Bei den Landtags[[wahlen im Saarland ist die SPD mit knapp 14 % Verlust auf 30,8 % die einzige Verliererin. Die Wahlbeteiligung sinkt von 69 % (1999) auf 56 % (2004)
- 6. September: In Deutschland, vor allem in Ostdeutschland, demonstrieren Zehntausende (ARD: 50.000, ZDF/RTL: deutlich weniger als in der Vorwoche, SAT1/N-TV: 75.000) gegen die Hartz IV-Gesetze
- 10. September: Polen Das polnische Parlament, der Sejm, hat ohne Gegenstimme die Regierung in Warschau aufgefordert, angemessene Maßnahmen in der Angelegenheit von Reparationen gegenüber Deutschland zu ergreifen
- 12. September: Zehntausende von Israelis demonstrierten in Jerusalem gegen die beabsichtigte Räumung von Siedlungen im Gazastreifen
- 13. September: Bundespräsident Horst Köhler hält unterschiedliche Lebensverhältnisse in Ost- und Westdeutschland für unvermeidlich
- 13. September: In Deutschland, vor allem in Ostdeutschland, demonstrieren Zehntausende, allerdings deutlich weniger als in der Vorwoche, gegen die Hartz IV-Gesetze
- 14. September: Die OECD stellt in ihrer Vergleichsstudie „Bildung auf einen Blick“ erneut Mängel im deutschen Bildungssystem fest
- 19. September: Bei der Landtagswahl in Brandenburg verlieren SPD und CDU mehr 7 %, die PDS gewinnt 5 % und die DVU ist erneut im Landtag vertreten
- 19. September: Bei der Landtagswahl in Sachsen verliert die CDU fast 16 %, die SPD rutscht unter die 10 % Marke und die NPD bekommt etwas mehr als 9 %. Auch Grüne und FDP kommen in den Landtag
- 19. September: Bei der Landtagswahl in Vorarlberg erreicht die ÖVP die absolute Mehrheit
- 20. September: Die Präsidentschaftswahlen in Indonesien (die Auszählung wurde erst Anfang Oktober abgeschlossen) werden von Susilo Bambang Yudhoyono gewonnen, der die bisherige Präsidentin Megawati Sukarnoputri ablöst
- 26. September: Bei den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen verliert die CDU ca. 7 %, bleibt aber stärkste Partei im Land. Die SPD verliert erneut ca. 3 %, die Grünen und die FDP gewinnen jeweils ca. 3 %
- 26. September: Volksabstimmung in der Schweiz
Oktober
- 2. Oktober: In Berlin demonstrieren ca. 50.000 gegen die Hartz IV-Gesetze
- 2. Oktober: In Amsterdam protestieren ca. 200.000 Menschen gegen die Sparpläne der christlich-liberalen Regierung
- 3. Oktober: Bei Parlamentswahlen in Slowenien geht die konservative Slowenische Demokratische Partei unter Janez Janša als Sieger hervor, die bisher regierende linksliberale Liberaldemokratische Partei Sloweniens verliert über 13 % und wird vermutlich in Opposition gehen
- 5. Oktober: Der Vorstand von Karstadt-Quelle verkündet, dass zur Sanierung des Konzern 5.500 Stellen abgebaut werden sollen. Nach Verhandlungen mit der Gewerkschaft ver.di und dem Betriebsrat soll dieser Abbau sozialverträglich stattfinden
- 5. Oktober: Der designierte EU-Innenkommissar Rocco Buttiglione ist wegen seiner Haltung zur Homosexualität und Frauen auf Kritik gestoßen
- 6. Oktober: Die USA räumen ein, dass im Irak keine Massenvernichtungswaffen, einer der Gründe für den Irak-Krieg, gefunden wurden
- 9. Oktober: Die Präsidentschaftswahlen in Afghanistan werden von Unregelmäßigkeiten begleitet. Später wird der amtierende Präsident Hamid Karzai mit 55,4 % der Stimmen zum Sieger erklärt
- 12. Oktober: Der Kalif von Köln, Metin Kaplan, wird aus Deutschland in die Türkei abgeschoben und dort sofort verhaftet
- 14. Oktober: General Motors gibt bekannt, dass 12.000 Stellen in Europa, davon 10.000 in Deutschland gestrichen werden sollen. Daraufhin streiken die Arbeiter im Opel Werk Bochum sechs Tage lang
- 16. Oktober: Die Schweizer Gewerkschaften GBI und SMUV fusionieren zur Großgewerkschaft Unia
- 17. Oktober: Weißrusslands Präsident Alexander Lukaschenko lässt sich in einem umstrittenem Referendum für eine dritte Amtszeit bestätigen
- 23. Oktober: Eine gute Woche vor der Präsidentenwahl in der Ukraine haben zehntausende Oppositionsanhänger in Kiew für eine freie und faire Abstimmung demonstriert
- 24. Oktober: Die Serben im Kosovo boykottieren die Parlamentswahlen. Gewinner mit ca. 55 % (nach ersten Hochrechnungen) ist die Partei von Ibrahim Rugova
- 27. Oktober: Der designierte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso lässt die Abstimmung über die EU-Kommission im EU-Parlament verschieben, um eine Abstimmungsniederlage zu verhindern. In der Folge werden die zwei Kommissare Rocco Buttiglione (Italien) und Ingrida Udre (Lettland) gegen Franco Frattini (Italien) und Andris Piebalgs (Lettland) ausgetauscht
- 31. Oktober: Bei den Präsidentschaftswahlen in der Ukraine kommt es zu Unregelmäßigkeiten. Der vom bisherigen Präsidenten Leonid Kutschma favorisierte Kandidat Wiktor Janukowytsch kommt auf 40 %, Wiktor Juschtschenko auf 39 % der Stimmen, daher wird es eine Stichwahl geben
November
- 2. November: Präsidentschaftswahlen in USA: George W. Bush wird nach einem Kopf an Kopf-Rennen mit seinem Gegner John F. Kerry erneut für vier Jahre zum Präsidenten gewählt
- 7. November: Das Referendum gegen die neuen Gemeindegrenzen in Mazedonien ist gescheitert, da nur etwa 26 % der Stimmberechtigten abstimmten. Das Gesetz schreibt ein Quorum von 50 % vor. In der Konsequenz haben alle großen Gemeinden im Westen Mazedoniens eine albanische Bevölkerungsmehrheit
- 10. November: Der Politiker Georg Milbradt (CDU) ist in Sachsen erst im zweiten Anlauf erneut zum Ministerpräsidenten gewählt worden. Er hatte nur 62 von 65 Stimmen der CDU/SPD Koalition bekommen. Der Kandidat Uwe Leichsenring der NPD erhielt 14 Stimmen, 2 mehr als die NPD Sitze im Landtag hat
- 11. November: Jassir Arafat stirbt gegen 3:30 Uhr morgens, sein Leichnam wird nach Kairo gebracht, wo am folgenden Tag die Trauerfeier stattfindet und anschließend: unter chaotischen Umständen: die Beisetzung in Ramallah
- 15. November: Der Beitritt Griechenlands zum Euro beruht auf seit 1997 gefälschten Defizitzahlen. Später werden auch die italienschen Zahlen bezweifelt. Das statistische Amt der EU, EUROSTAT, gerät damit wieder ins Zwielicht
- 17. November: Das Bundeskabinett beschließt die Entsendung von zwei Transall-Flugzeugen mit ca. 200 Soldaten zur Unterstützung vom Transport von OAU-Soldaten in die Region Darfur im Sudan
- 18. November: Im zweiten Anlauf hat der neue EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso für sein veränderte Kommission eine Mehrheit im EU-Parlament erhalten
- 18. November: Der CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer wirft deutschen Managern mangelnden Patriotismus vor
- 19. November: Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat in einer Resolution zu einer baldigen Lösung für den Sudan-Konflikte aufgerufen und vage mit Sanktionen gedroht
- 20. November: Es werden Misshandlungsvorwürfe bei gestellten Geiselnahmen bei der Bundeswehr bekannt. In den folgenden Wochen werden weitere Misshandlungen in verschiedenen Kasernen bekannt
- 21. November: Nach der Stichwahl bei den Präsidentschaftswahlen in der Ukraine wird Wiktor Janukowytsch zum Sieger erklärt, die OSZE zweifelt den Wahlsieg an, die Opposition spricht von Wahlbetrug. Beginn von landesweiten Massenprotesten („Orangene Revolution“)
- 21. November: Ca. 25.000 Menschen demonstrierten nach einem Aufruf muslimischer Verbände in Köln gegen islamistischen Terror und Gewalt
- 21. November: In Namibia wird Hifikepunye Pohamba (SWAPO) mit 76 % zum neuen Präsidenten gewählt und löst damit Sam Nujoma ab. Seine Partei, die SWAPO, erhält ca. 75 % der Parlamentssitze
- 25. November: Die IAEO berät über das iranisches Atomprogramm. Die USA glauben, dass der Iran eine Atombombe entwickeln will. Der Iran beteuert, dass er nur ein friedliche Nutzung der Kernenergie plant
- 27. November: Die Behörden von Papua-Neuguinea beginnen mit der Evakuierung von 9000 Menschen von der Insel Manam, da diesen wegen wochenlanger Vulkan-Aktivitäten (Aschenregen) eine Hungesnot droht
- 28. November: Bundesfinanzminister Hans Eichel kritisiert, dass alle neuen Bundesländer, mit Ausnahme von Sachsen, die Fördermittel aus dem Aufbau Ost ganz oder teilweise missbrauchen
- 28. November: In Rumänien werden der Staatspräsident und das Parlament gewählt. In die Stichwahl kommen Adrian Nastase (Sozialdemokraten) und Traian Băsescu (Allianz für Gerechtigkeit und Wahrheit). Die Opposition spricht von Wahlbetrug. Auch die OSZE äußert Bedenken wegen des Ablaufs der Wahl
- 30. November: Die OECD bemängelt in ihrer „Baby-PISA“-Studie die Zahl der Kita-Plätze in den alten Bundesländern. In den neuen Bundesländern gehört das Kinderbetreuungssystem zu den weltweit besten
Dezember
- 1. Dezember: Die Regierungskoalition von Ministerpräsident Ariel Scharon in Israel zerbricht, weil die Vertreter seines größten Koalitionspartners gegen den Haushaltsentwurf 2005 gestimmt haben
- 3. Dezember: Der Bundestag beschließt die Entsendung von bis zu 200 Soldaten zur Unterstützung der Afrikanischen Union im Darfur-Einsatz
- 22. Dezember: CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer tritt nach Vorwürfen über falsche Angaben zu Gehaltszahlungen seines früheren Arbeitgebers RWE zurück
- 26. Dezember: Bei der Wiederholungswahl zu den Präsidentschaftswahlen in der Ukraine setzt sich der oppositionelle Kandidat Wiktor Juschtschenko gegen den beurlaubten Ministerpräsidenten Wiktor Janukowytsch mit 51,99 % zu 44,19 % der abgegebenen Stimmen durch
Terroranschläge und Kriege
- 29. Januar: Bei einem Terroranschlag auf Bus Nummer 19 in Jerusalem (Israel) sterben elf Israelis. 50 Menschen werden verletzt. Der Attentäter war ein 24 Jahre alter Palästinenser aus Bethlehem und Mitglied der Al Aqsa Märtyrer Brigaden
- 22. Februar: Acht Menschen Sterben bei einem Selbstmordattentat auf Bus Nummer 14A in Jerusalem (Israel). Über 60 werden verwundet. Der palästinensische Attentäter war Mitglied der Al Aqsa Märtyrer Brigaden und kam aus Bethlehem
- 11. März: Schwerer Terroranschlag in Madrid, 191 Tote, 1.500 Verletzte
- 28. April: Terroranschlag in Diplomatenviertel von Damaskus, vier Tote
- 2. Juni: In Afghanistan werden fünf Mitarbeiter der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen in einem Hinterhalt ermordet
- 11. Juli: Ein Selbstmordattentäter sprengt sich in Tel Aviv (Israel) an einer Bushaltestelle in die Luft. Ein Israeli wird dabei getötet, 33 werden verletzt
- 28. Juli: Bei der Explosion einer Autobombe in Bakuba (Irak) sterben 68 Menschen und etwa 40 werden verletzt
- 2. August: Bei Bombenanschlägen auf fünf christliche Kirchen in Bagdad und Mossul im Irak werden elf Menschen getötet und ca. 50 verletzt
- 15. August: In Gatumba (Burundi) haben Hutu-Rebellen ein Flüchtlingslager der UNO überfallen und 189 Menschen getötet sowie etwa 70 verletzt
- 24. August: In Russland stürzen, infolge eines tschetschenischen Terroranschlages, fast gleichzeitig zwei Flugzeuge mit 89 Menschen an Bord ab
- 30. August: Bei einem Anschlag eines tschetschenischen Selbstmordattentäters im Norden von Moskau in der Nähe eines U-Bahnhofes werden min. 39. Menschen getötet und ca. 130 verletzt
- 31. August: Zwei Selbstmordattentäter töten in Beerscheba (Israel) sechzehn Menschen. Über 100 Israelis werden verletzt als die Palästinenser sich innerhalb weniger Minuten in die Luft sprengen. Ziel des Anschlags: Die Stadtbusse Nummer 6 und Nummer 12
- 31. August: Im Irak werden zwölf nepalesische Geiseln durch islamistische Extremisten der Gruppe Ansar el Sunna ermordet
- 1. September: Etwa 30 tschetschenischen Rebellen nehmen ca. 1200–1500 Geiseln in einer Schule in Beslan in Nordossetien
- 3. September: Die Schule in Beslan wird durch die Einsatzkräfte gestürmt, dabei gibt es mindestens 338 Tote und 704 Verletzte
- 4. September: Durch die Explosion einer Autobombe vor einer Polizeischule im nordirakischen Kirkuk werden 15 Menschen getötet und weitere 20 Menschen verletzt
- 6. September: Durch die Explosion einer Autobombe im Nordirak sind sieben amerikanische Soldaten und drei Iraker getötet worden
- 7. September: Seit Beginn des Irak-Krieges sind 1000 amerikanische Soldaten gefallen. Die weit höhere Anzahl der getöteten Iraker ist unbekannt
- 9. September: ein Bombenanschlag auf die australische Botschaft in Jakarta kostet 11 Menschen das Leben
- 13. September: Am Wochenende sind 68 Iraker und Amerikaner im Irak getötet worden
- 14. September: Bei der Explosion einer Autobombe vor einer Polizeiwache in Bagdad sind mindestens 47 Menschen getötet und 114 verletzt worden
- 14. September: In Bakuba wurden zwölf Polizisten in einen Hinterhalt gelockt und getötet
- 16. September: Bei amerikanischen Luftangriffen nahe Falludscha sind bis zu 60 Iraker getötet worden
- 25. September: Im Süden Afghanistans haben (vermutlich) Taliban-Kämfer bei mehreren Anschlägen neun Soldaten getötet
- 30. September: Bei drei fast zeitgleichen Autobombenanschlägen in Bagdad sterben mehr als 42 Menschen (meist Kinder) und 139 werden verletzt
- 1. Oktober: Bei einem Selbstmordattentat auf die Zainabia-Moschee in Sialkot/Pakistan sterben 31 Menschen und mehr als 45 werden verletzt
- 2. Oktober: Am 135. Geburtstag von Mahatma Gandhi gab es mehrere Bombenanschläge im Nordosten Indiens (Dimapur im Bundesstaat Nagaland und Kokrajhar im Bundesstaat Assam) mit min. 44 Toten und 93 Verletzten
- 2. Oktober: Bei einer Offensive amerikanischer Truppen und irakischen Nationalgardisten in Samarra werden mindestens 100 Menschen getötet und mehr als 100 verletzt
- 3. Oktober: Bei einer nach Raketenangriffen durch die Hamas begonnenen Offensive der israelischen Armee im Gazastreifen kamen in den vergangenen Tagen über 50 Menschen ums Leben
- 4. Oktober: Bei drei Bombenanschlägen in Bagdad und Mossul und Luftangriffen der Amerikaner in Falludscha starben mehr als 30 Menschen und mehr als 100 wurden verletzt
- 7. Oktober: Bei einer Offensive der US-Streitkräfte und irakischer Sicherheitskräfte und einer Reihe von Anschlägen starben 17 Menschen im Irak. Sieben bei einem Anschlag in Diwanija
- 7. Oktober: Bei Selbstmordanschlägen in Taba und Ras el Schitan (Moon Island Village) auf der Sinai-Halbinsel in Ägypten wurden 32 Menschen getötet und mehr als 150 verletzt
- 7. Oktober: Bei einem Selbstmordanschlag in der Stadt Multan in Pakistan sind mindestens 39 Menschen getötet und mehr als 80 verletzt worden
- 8. Oktober: Bei einem Bombardement der US-Luftwaffe wurden in Falludscha elf Menschen getötet
- 18. Oktober: Bei der Explosion einer Autobombe in Bagdad wurden mindestens sechs Menschen getötet und 27 verletzt
- 23. Oktober: Im Norden des Irak werden 49 Polizeirekruten ermordet. Am gesamten Wochenende sterben bei Anschlägen und Bombardierungen ca. 100 Menschen
- 2. November: Auf offener Straße in Amsterdam wird der niederländische Filmemacher Theo van Gogh durch einen islamischen Extremisten niedergestochen und erschossen. In der Folge werden mehrere Moscheen und islamische Schulen in den Niederlanden angezündet
- 6. November: Regierungssoldaten der Elfenbeinküste töten bei einem Angriff neun französische Soldaten. Die Regierung hatte zuvor auch das Friedensabkommen mit den Rebellen gebrochen
-
Tourenwagen EuropameisterschaftDie heutige Tourenwagen Europameisterschaft (FIA ETCC) wurde 2001 von der FIA gegründet. Sie hat einen namensgleichen Vorläufer, eine Meisterschaft, die von 1961 bis 1988 ausgetragen wurde und in den 70ern ihren Höhepunkt hatte.
Folgende Automarken waren 2004 vertreten:
- Alfa Romeo
- BMW
- Ford
- Honda
- Peugeot
- SEAT
Am 30. Juni 2004 beschloss in Paris der Automobilweltverband (FIA) die Tourenwagen Europameisterschaft (ETCC) in eine Weltmeisterschaft (WTCC) umzuwandeln. Ab 2005 finden damit zum ersten Mal für die FIA Tourenwagen auch Veranstaltungen in Asien und Amerika statt.
Siehe auch
- Deutsche Tourenwagen-Masters
Weblinks
- http://www.fiatouringcars.com/2k4/index.htm
- http://www.fiawtcc.com
- [http://etcc-history.it4us.nl Geschichte der ETCC (in Englisch)]
Kategorie:Motorsport
ETCCDie heutige Tourenwagen Europameisterschaft (FIA ETCC) wurde 2001 von der FIA gegründet. Sie hat einen namensgleichen Vorläufer, eine Meisterschaft, die von 1961 bis 1988 ausgetragen wurde und in den 70ern ihren Höhepunkt hatte.
Folgende Automarken waren 2004 vertreten:
- Alfa Romeo
- BMW
- Ford
- Honda
- Peugeot
- SEAT
Am 30. Juni 2004 beschloss in Paris der Automobilweltverband (FIA) die Tourenwagen Europameisterschaft (ETCC) in eine Weltmeisterschaft (WTCC) umzuwandeln. Ab 2005 finden damit zum ersten Mal für die FIA Tourenwagen auch Veranstaltungen in Asien und Amerika statt.
Siehe auch
- Deutsche Tourenwagen-Masters
Weblinks
- http://www.fiatouringcars.com/2k4/index.htm
- http://www.fiawtcc.com
- [http://etcc-history.it4us.nl Geschichte der ETCC (in Englisch)]
Kategorie:Motorsport
Istanbul
Istanbul [] (türkisch İstanbul []), das alte Konstantinopel, ist die größte Stadt der Türkei und wurde unter dem Namen Byzantion (griech.: Βυζάντιον ; lat.: Byzantium ; heute auch: Byzanz) gegründet. Die eigentliche Stadt hat 9.797.536 Einwohner, in der Agglomeration leben 11.588.545 Menschen (Stand jeweils 1. Januar 2005).
Sie erstreckt sich sowohl auf der europäischen als auch auf der asiatischen Seite des Bosporus und ist damit die einzige Metropole, die auf zwei Kontinenten liegt. Mit ihrer fast dreitausendjährigen Geschichte ist sie eine der ältesten noch bestehenden Städte der Welt. Istanbul ist das Kultur- und Wirtschaftszentrum der Türkei.
Es ist traditionell der Sitz des Patriarchen von Konstantinopel, zu dem einige orthodoxe Kirchen in der heutigen Türkei gehören und der als Oberhaupt der gesamten Orthodoxie anerkannt ist. Die Stadt ist Sitz des Erzbischofs der türkisch-orthodoxen Gemeinde, eines armenischen Erzbischofs und des türkischen Oberrabbiners.
Istanbul ist Universitätsstadt und beherbergt Bibliotheken, zahlreiche Museen sowie ausländische Kulturinstitute. Die Altstadt von Istanbul wurde 1985 in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.
Geografie
Geografische Lage
Weltkulturerbe
Istanbul umschließt den südlichen Bosporus und wird von ihm in ein westliches, europäisches und ein östliches, asiatisches Gebiet geteilt. Das Goldene Horn, eine nach Westen verlaufende Bosporusbucht, trennt den europäischen Teil in eine südliche, zwischen Marmarameer und Goldenem Horn liegende Halbinsel mit dem historischen Istanbul und die an das historische Galata anschließenden nördlichen Stadtteile. Sowohl nach Westen als auch nach Norden und Osten hin ist Istanbul weit über die historischen Stadtteile hinaus in einer vehementen Ausdehnung begriffen. Im Südosten liegen die zu Istanbul gehörenden Prinzeninseln.
Die geografischen Koordinaten sind 41° 0' nördlicher Breite und 28° 57' östlicher Länge. Die eigentliche Stadt hat eine Fläche von 1.538,77 Quadratkilometer. Die Metropolregion Istanbul, die mit der Bodenfläche der Provinz Istanbul identisch ist, hat eine Fläche von 5.220 Quadratkilometer, was etwa doppelt so groß wie das Saarland ist.
Geologie
Istanbul liegt in der Nähe der großen Nordanatolischen Störung, einem Grabenbruch, der sich vom nördlichen Anatolien bis zum Marmarameer hinzieht. Zwei Erdplatten, die afrikanische und die eurasische, stoßen hier aneinander. In den Hauptbebenregionen der Türkei ereignen sich aus diesem Grund in Abständen von wenigen Jahren starke Erdbeben.
Eines der katastrophalen Beben, verbunden mit einer gigantischen Flutwelle, die über die Seemauern der Stadt einbrach, ereignete sich 1509: Über 100 Moscheen wurden zerstört, mehr als 10.000 Menschen starben. Im Jahr 1766 wurde die Eyüp-Moschee vollständig zerstört. 1894 stürzten bei einem Beben weite Teile des Gedeckten Basars ein.
Für die nächsten zehn bis zwanzig Jahre prognostizieren Erdwissenschaftler ein Beben der Stärke von mindestens 7,0 auf der Richter-Skala. Die verheerenden Beben vom August 1999 mit dem Epizentrum bei Kocaeli mit 18.000 Toten und im Winter 2001 in der Provinz Afyon waren, so befürchtet man, lediglich Vorboten. Gründe für die verheerenden Auswirkungen sind die dichte Besiedlung, die Baumängel, teilweise verursacht durch Korruption, Schlamperei und Schwarzbauten.
Stadtgliederung
Korruption
Hauptartikel siehe: Stadtteile von Istanbul
Istanbul gliedert sich in 27 Stadtbezirke: Adalar, Avcılar, Bağcılar, Bahçelievler, Bakırköy, Bayrampaşa, Beşiktaş, Beyoğlu, Beykoz, Eminönü, Eyüp, Esenler, Fatih, Gaziosmanpaşa, Güngören, Kadıköy, Kağıthane, Kartal, Küçükçekmece, Maltepe, Pendik, Sarıyer, Şişli, Tuzla, Ümraniye, Üsküdar und Zeytinburnu. Von den 27 Stadtbezirken befinden sich neun - Adalar, Beykoz, Kadıköy, Kartal, Maltepe, Pendik, Tuzla, Ümraniye und Üsküdar - im asiatischen Teil der Stadt, die restlichen 18 auf der europäischen Seite.
Das alte, im Süden der europäischen Seite gelegene Stadtzentrum Konstantinopels mit den Stadtteilen Eminönü und Fatih wird durch das Goldene Horn von den nördlicher gelegenen, jüngeren Stadtteilen getrennt und im Westen von der Theodosianischen Landmauer begrenzt.
Nördlich des Goldenen Horns befinden sich das europäisch geprägte Beyoğlu und Beşiktaş, wo sich der letzte Sultanspalast befindet, gefolgt von einer Kette ehemaliger Dörfer wie Ortaköy und Bebek entlang dem Ufer des Bosporus. Hier errichteten wohlhabende Istanbuler bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts luxuriöse Holzvillen, Yalı genannt, die als Sommerwohnsitz dienten.
Die auf der asiatischen Seite gegenüberliegenden Stadtteile Üsküdar und Kadıköy waren ursprünglich selbstständige Städte. Heute sind sie vor allem Wohn- und Geschäftsviertel. Auch auf dieser Seite liegen ehemalige Dörfer am Bosporus, die heute zu Stadtteilen oder -vierteln geworden sind.
Bedingt durch das starke Wachstum Istanbuls seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, machen den größten Teil der Stadtfläche heute moderne, im Hinterland errichtete Stadtteile aus. Sie wurden teilweise als Gecekondus errichtet und erst nach Jahren oder Jahrzehnten an die städtische Infrastruktur angeschlossen, wie zum Beispiel Gaziosmanpaşa westlich des Goldenen Horn. Konzernzentralen und teure Büro- und Wohnviertel enststehen vor allem im Norden auf Höhe der zweiten Bosporusbrücke oberhalb von Bebek in den Vierteln Levent und Etiler.
Klima
Das Frühjahr und der Herbst sind angenehm temperiert und daher die besten Zeiten, der Stadt einen Besuch abzustatten. Relativ hohe Temperaturen (jedoch deutlich weniger hoch als etwa an der türkischen Riviera oder in Griechenland) und eine hohe Luftfeuchtigkeit bestimmen die Sommermonate. Lediglich am Bosporus, wo immer eine leichte Brise weht, ist es auch dann angenehm. Der Winter ist durch wechselhaftes Wetter bestimmt: Es gibt frühlingshafte Sonnentage, häufig Regen und Kälteeinbrüche, manchmal auch Schneefälle.
Die durchschnittliche Jahrestemperatur liegt bei 14,1 Grad Celsius, die jährliche Niederschlagsmenge bei 698 Millimeter. Der wärmste Monat ist der Juli mit durchschnittlich 23,2 Grad Celsius, der kälteste der Januar mit 5,4 Grad Celsius im Mittel. Der meiste Niederschlag fällt im Monat Dezember mit durchschnittlich 122 Millimeter, der wenigste im Juli mit 19 Millimeter im Mittel.
Geschichte
Siehe auch: Geschichte Istanbuls
Byzantion
Im Jahre 658 v. Chr. gründeten dorische Griechen aus Megara, eine Kolonie am europäischen Ufer des Bosporus, in einem ruhigen und geschützten Hafen. Wegen der günstigen geografischen Lage - durch die Meerenge am Bosporus ist das Schwarze Meer mit dem Marmarameer verbunden und dieses seinerseits mündet über die Dardanellen in das Mittelmeer - wurde Byzantion sehr bald ein bedeutendes Handelszentrum.
Im Jahre 513 v. Chr. eroberte der persische König Darius I. die Stadt. 324 n. Chr. vereinigte Konstantin I. beide Teile des Römischen Reiches und am 11. Mai 330 taufte er die neue Hauptstadt feierlich auf den Namen Neu-Rom. Sie wird jedoch später bekannter unter dem Namen Konstantinopel.
Siehe auch: Byzantion
Konstantinopel
Byzantion
Byzantion
Unter Kaiser Justinian I. (483-565), dem einzigen Oberhaupt von Staat und Kirche, gelangte Konstantinopel zu Ruhm. Gegen Ende des 11. Jahrhunderts hatte die geistige Spannung, in der das Abendland lebte, verbunden mit der Idee, die heiligen Stätten in Jerusalem von den "Ungläubigen" zu befreien, zum Gedanken der Kreuzzüge geführt. Im April 1204 eroberten die Kreuzritter Konstantinopel. Die Stadt wurde geplündert und zahlreiche Einwohner wurden ermordet, Kunstwerke von unschätzbarem Wert gingen unwiderruflich verloren. Auf rund 100.000 Einwohner reduziert, ihres früheren Ruhms beraubt, wurde die Stadt 1261 vom Byzantinischen Reich unter Michael VIII. zurückerobert.
Am 5. April 1453 begann die Belagerung Konstantinopels durch osmanische Streitkräfte unter Sultan Mehmed II. und am Morgen des 29. Mai wurde die Stadt besetzt. Konstantinopel wurde nach Bursa und Adrianopel zur neuen osmanischen Machtzentrale. Die Sultane sahen sich in der Nachfolge der christlichen Kaiser. Die teilweise zerstörte und entvölkerte Stadt wurde planvoll wiederbesiedelt und wiederaufgebaut. Die Macht des Osmanischen Reichs erreichte ihren Höhepunkt mit Sultan Süleyman I. (1520-1566), dessen Architekt Sinan das Stadtbild mit zahlreichen Moscheen, Brücken, Palästen und Brunnen prägte. Mit dem fortschreitenden Verfall des osmanischen Einflusses in der Region und der Verkleinerung des Reiches bis Anfang des 20. Jahrhundert litt auch die kosmopolitische Bedeutung Konstantinopels.
Im Ersten Weltkrieg schlug sich das Osmanische Reich auf die Seite der Mittelmächte und verlor. Im Friedensvertrag von Sèvres vom 10. August 1920 wurde das Reich unter den alliierten Siegermächten aufgeteilt und musste gewaltige Gebietsverluste hinnehmen. Konstantinopel mit den Meerengen Bosporus und Dardanellen wurde zunächst von den Alliierten besetzt, vor allem Griechenland forderte die "Rückgabe" Konstantinopels, das es zu seiner neuen Hauptstadt machen wollte. Unter Mustafa Kemal, genannt Atatürk, begann ein Befreiungskrieg.
Konstantinopel verlor 1923 den Status als Hauptstadt der modernen Türkei an Ankara im zentralen Hochland Anatoliens, wohl auch, weil sich die neue Republik von der Tradition der Osmanen abgrenzen wollte: Sultanat und Kalifat wurden abgeschafft, die arabische Schrift wurde durch die lateinische ersetzt, ein an westlichen Idealen orientiertes Bildungssystem wurde installiert, ein Rechtssystem nach westlichem Vorbild wurde eingeführt, darunter ein allgemeines Wahlrecht (auch für Frauen: vor vielen europäischen Staaten.
Siehe auch: Konstantinopel
Istanbul
Am 28. März 1930 wurde Konstantinopel auf Veranlassung von Kemal Atatürk in Istanbul umbenannt. Die Stadt behielt ihre kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung bei, was durch den regen Zuzug von Menschen aus Anatolien seit den 1950er Jahren noch verstärkt wurde. Gigantische Bauprojekte über und unter der Erde waren die Folge, die jedoch mit dem rapiden Bevölkerungswachstum nicht Schritt halten können. 1994 wurde der jetzige Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan als Kandidat der weit rechts stehenden RP Refah Partisi Bürgermeister. Sein Nachfolger ist Mimar Kadir Topbaş von der AKP.
Das Istanbul von heute leidet vor allem unter bevölkerungspolitischen und infrastrukturellen Problemen, die durch den enormen Bevölkerungsanstieg und den wirtschaftlichen Strukturwandel mit vielen Arbeitslosen, einer unkontrollierten Schattenwirtschaft und Korruption verschärft werden.
Istanbuls geschichtliche Bauwerke, sein kosmopolitischer Charme, sein viele Klischees befriedigender Orientalismus, sein aufstrebender Internationalismus und sein reiches Kulturleben ziehen viele ausländische und inländische Touristen an. Türkische Investoren und Investoren aus aller Welt machten und machen Istanbul zu einer wichtigen Wirtschaftsmetropole als Mittler zwischen Okzident und Orient.
Entwicklung des Namens
Der ursprünglich thrakische Name Istanbuls, Byzantion, wurde später auf einen der legendären Gründer zurückgeführt. Aus Byzantion wurde unter den Römern Byzantium und im Laufe der Zeit Byzanz. Der Name Konstantinupolis, woraus im Deutschen Konstantinopel, im Englischen Constantinople wurde, stammt aus dem Griechischen und bedeutet "Stadt des Konstantin". Die osmanische Variante des Namens lautet Konsţanţiniyye, im | | |